Das vergessene Zagreb

                                                                                                     ~ Ilica ul. ~  bei Nacht
~ Ilica ul. ~ bei Nacht

 

Es ist acht Uhr morgens und ich fahre mit dem Auto durch die Stadt. Die Straßen sind voll und im Radio ertönen die Klänge von Prljavo Kazalište. Ein Klassiker. Die Sonne scheint und ich blicke auf diese schöne "Unscheinbare" und sehe, sie ist noch genauso wie in meiner Erinnerung. Wo ich war? In der Stadt August Šenoas, dem kroatischen Dichter aus Zagreb.

Italien trifft Österreich. So oder so ähnlich fühlt es sich an, wenn jemand aus dem Süden den großen Norden besucht.

Der Norden, geprägt durch Österreich-Ungarn, Dalmatien und Istrien hingegen, beeinflusst durch die Herrschaft der Republik Venedig im Spätmittelalter. Ein großes Durcheinander der Spracheinflüsse, doch nie wirklich eine Bedrohung für die Existenz der kroatischen Einzelsprache. So viel Europa auf so wenig Fläche. 

Ich besuche also ein weiteres Mal diese tolle Hauptstadt mit den Augen einer "dalmatinka", gönne mir einen langen Spaziergang im Zentrum, sehe wie vor Jahren schon Ban Jelačić auf seinem Pferd thronend (Statue auf dem heutigen "Ban Jelačić Platz") und genieße eine große Kugel Eis aus dem Hause Vincek. 

http://www.vincek.com.hr/de/

 

Zagreb ist anders und vor allem unterschätzt! Obwohl sich hier doch so viel abspielt: Bars und Clubs, großartige Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale im Stadtkern Kaptol, wunderschöne Parks, eine tolle Shoppingmeile -  die Ilica, all das tummelt sich hier und erfüllt alle Kriterien für einen unvergesslichen Städtetrip! Zagreb ruft und wird leider viel zu selten erhört. Jetzt, wo Touristen noch nicht zu jeder vollen Stunde das Zentrum beanspruchen, gerade jetzt lohnt es zu dort hin zu reisen. 


Ich zumindest freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch. 


 

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